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Für Kinder und Jugendliche

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Teilleistungsschwächen

Teilleistungsschwächen

Teilleistungen sind jene Leistungen, die an der Basis vorhanden sein müssen, um Lesen, Schreiben und Rechen optimal erlernen zu können. Dabei handelt es sich um Leistungen der Wahrnehmungsverarbeitung, die grundlegend für alle höheren Leistungen sind.

Zu den visuellen Teilleistungen zählen die Fähigkeiten, Wichtiges hervorzuheben (z.B. beim Abschreiben des Wortes „Stuhl“ das „h“ herauszulesen), Ähnliches voneinander zu unterscheiden (z.B. „m“ von „n“ oder „a“ von „o“ oder „b“ von „d“), sowie visuell dargebotene Inhalte abspeichern und reproduzieren zu können.

Zu den auditiven Teilleistungen zählen die Fähigkeiten, Wichtiges aus Unwichtigem herauszuhören (z.B. die Stimme der Lehrerin aus den umgebenden Störgeräuschen herauszufiltern), ähnliche Geräusche und Laute voneinander zu unterscheiden (z.B. „m“ und „n“ oder „Masse“ und „Maße“), sowie auditive dargebotene Inhalte abspeichern und reproduzieren zu können.

Die Teilleistung der Raumorientierung ermöglicht uns, unseren Platz in der Welt, aber auch den Platz der Zahlen und/oder der Buchstaben auf dem Blatt, der Buchstaben im Wort oder der Ziffern im Zahlenraum zu finden.

Intermodale Teilleistungen meinen die Verknüpfung der visuellen mit den auditiven Teilleistungen (z.B. Zuordnung eines gesprochenen Wortes zu einem geschriebenen Wort, eines Graphems zu einem Phonem).

Die Teilleistung der Serialität benötigen wir, um Reihenfolgen (z.B. die Reihenfolge von Buchstaben in einem Wort, das 1x1) abspeichern und reproduzieren zu können.

Schwächen in einem oder mehreren dieser Teilleistungsbereiche können Schwierigkeiten im Lesen, Schreiben, Rechnen, in Konzentration und/oder im sozialen Kontakt verursachen.

© Helene Souza / Pixelio

In der Diagnostik werden die einzelnen Teilleistungsbereiche auf unterschiedlichen Ebenen (konkret, figural und abstrakt) untersucht und mit einander verglichen. Massive Leistungsunterschiede deuten auf eine Teilleistungsschwäche in einem oder mehreren Bereichen hin.

Im Training werden beginnend mit der untersten betroffenen Ebene und mit konkretem Material die Teilleistungsschwächen systematisch bearbeitet und verringert. Kombiniert mit einem Training auf der Symptomebene (Lesen, Schreiben, Rechnen und/oder Konzentration), für das die individuellen Stärken genützt werden, können baldige Erfolge erzielt werden.

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